Gut zentriert auf Tour - Mit dem Rad von Wien ans Nordkap

Nicht nur die Laufräder sollten gut zentriert sein, sondern auch die Gelenke der "Lightriders".
Hier finden Sie Tipps für und von Unterwegs:

9- Sommer auf Senja

Wir verließen Lofoten und für uns ging es weiter nach Vesterålen. Auch hier ließ der Sommer noch auf sich warten, nicht jedoch die Überschreitung des 69. Breitengrades  und der 5000km Marke unserer Tour. Erst gegen Ende unserer Vesterålenetappe, am nördlichsten Spitzerl wo wir Papageitaucher und Pottwale trafen, begann sich die Sonne durch zu setzen und die Temperaturen zu steigen. Mit der Sonne zogen auch wir weiter auf die Insel Senja. Auf dieser Insel sollte man alles finden was Norwegen zu bieten hat: von Fjordern und Fjellen zu schroffen Bergformationen. Hier war schon spürbar weniger Verkehr und wir erkundeten die Insel kreuz und quer bei meist traumhaftem Wetter. Besonders fasziniert waren wir von dem schroffen Bergpanorama welches die Fjorde im Norden und Nordosten der Insel umrahmte. Ein Paradies für BergsteigerInnen. Ich zähle mich hier nicht dazu, aber auch fürs Radeln sollte die Beweglichkeit nicht zu kurz kommen um auch die letzten Breitengrade möglichst geschmeidig zu erreichen.

Für den Drehsitz stellen Sie ein Bein (im Bild rechts) über das andere ausgestreckte Bein (im Bild links) und haken sich mit dem Arm der - dem aufgestellten Bein - gegenüberliegenden Seite (im Bild links) am Knie des aufgestellten Beines ein, sodass Sie den aufgerichteten Oberkörper gut verdrehen können. Diese Beweglichkeits-Übung dient der Verbesserung der Wirbelsäulenrotation.

8- Wikinger, Trollfjord und Elchtest

Von Bodo aus ging es zum Lundefestival (Papageitaucherfestival) und St. Hansfeuer auf die Insel Røst. Bei unserem Besuch auf der Wetterinsel (Værøya)  machte diese ihrem Namen alle Ehre. Nachdem wir mit der Fähre weiter nach Moskenes übersetzten, starteten wir unsere Tour über die lofotischen Hauptinseln Flakstadøya, Vestvagøya und Austvagøya in Å. Das Wetter ließ anfangs zu wünschen übrig und die touristische Hauptsaison und damit das Verkehrsaufkommen machten uns anfangs zu schaffen. Wir ließen es daher gemütlich angehen und machten hin und wieder eintägige Pausen um zu wandern oder einfach einen Regentag auszulassen. Vestvagøya fuhren wir ziemlich kreuz und quer ab und statteten dem hier ausgegrabenen Langhaus aus der Wikingerzeit einen Besuch ab. Das Wetter besserte sich und ab Henningsvær blieb es trocken und meist sonnig. So ließ es sich natürlich viel genüsslicher radln. Ein Tagesausflug mit dem Postschiff (Hurtigrute) bei perfektem Wetter durch den Trollfjord tat uns auch gut und ließ uns Sonne tanken. Auf der letzten Insel unseres Lofotenabschnittes konnten wir auch tatsächlich Elche beim Frühstück beobachten. Dank eines sogenannten Bike-Shelters, einer Rast- und/oder Übernachtungsmöglichkeit für Radler, konnten wir durch die Glasfassade die Elche ohne Stress für beide Spezies beobachten. Sicherlich ein Highlight auf unserer Tour! Genutzt wurde der Bike-Shelter auch gleich für ein paar Dehnübungen, damit auch beim nächsten Elchtest alles glatt läuft.

Für die Brustmuskeldehnung legen Sie Ihren Unterarm bis zum Ellbogen an einen Wandvorsprung ab. Der Oberarm soll in einem mehr als 90grädigen Winkel zum Oberkörper positioniert sein. Nun drehen Sie den Oberkörper sachte von dem zu dehnenden Arm weg bis Sie ein leichtes Ziehen im Brustmuskel spüren. Einige Sekunden halten und dann wieder nachlassen. Wiederholen Sie die Übung einige Male.

7- Bodø erreicht- Lofoten wir kommen!

Wir folgtem den Kystriksveien bis Bodø auf einer landschaftlich wundervollen Strecke entlang der Küste. Fährüberfahrten, Fotomotive und Tunneldurchfahrten waren unsere Begleiter auf diesem Streckenabschnitt. Ein Abstecher führte uns auf die Insel Lovund wo wir uns eine Pause vom Radln gönnten. Wir besuchten die Papageitaucherkolonie die hier jedes Jahr am 14.4. zum Brüten eintrifft und stiegen auf den 623m hohen Lovundfjellet um die Aussicht an diesem wunderbaren Ort zu genießen. Einen Tag gönnten wir uns dann wirklich Ruhe bevor es weiter Richtung Bodø ging, welches wir am 21.6. erreichten. Unser nächster Abschnitt beginnt hier: Lofoten wir kommen!

Hier ist von der Physiotherapeutin nichts hinzuzufügen!
 

6- Breites Ende Norwegens durchquert

Des Öfteren überschritten wir auf unserem Weg durch das breite Ende Norwegens die 1100m Höhe über dem Meer. Hier lag Mitte Mai noch Schnee und die Seen waren teils noch zugefroren. Wir bekamen auf unserem Weg imposante Landschaften am Rande der Hardangervidda im Vestfjorddalen zu sehen und genossen eine Ruhepause im Olympiaort Lillehammer. Einen neuerlichen Wintereinbruch und eine Kaltfront ließen wir in der historischen Bergstadt Røros vorbei ziehen. Auf unserem weiteren Weg nordwärts trafen wir unsere ersten Rentiere und einen Monat nach unserer Abfahrt vom südlichsten Punkt Norwegens in Lindesnes trafen wir in Steinkjer wieder auf das Meer. Dieses wird am Kystriksveien auf unserem Weg bis Bodø unsere ständige Begleiterin sein. Und damit wir noch Mee(h)r von den wundervollen Landschaften Norwegens sehen, wird auch auf der Insel Leka ein Dehnungsstop eingelegt.

Auch beim Radfahren sollen die Latissimus-Muskeln hin und wieder gedehnt werden. Das Rad kann als gutes Accessoire dienen. Legen Sie beide Hände am Rad in Schulterbreite ab. Neigen Sie den Oberkörper soweit nach vorne, sodass Sie in leichtes Ziehen in der Brustmuskulatur merken. Lassen Sie den Rücken in einem minimalen Hohlkreuz auch wenn er vorgeneigt ist.

5- Norge på langs gestartet

Nach 2 Tagen Pause in Kristiansand, die wir mit Organisatorischem und Gemütlichem verbrachten, ging es vorerst Richtung Süd-Westen entlang des Nordsjøveien vorwiegend entlang der Küste. Warum in den Süden, wenn wir doch nordwärts wollten? Ja, wir möchten Norwegen der Länge nach (Norge på langs) durchqueren. Das war die Grundidee unseres Vorhabens. Und dazu müssen wir, um es auch richtig zu machen, an den (fast) südlichsten Punkt Norwegens: Lindesnes fyr- dem Leuchtturm von Lindesnes. Nach 2459km haben wir diesen am 5.5. erreicht und durften uns in das Norge på langs Buch eintragen. Ein toller Moment! Unsere Norge på langs Tour von Lindesnes fyr ans Nordkap startet bei Sonnenschein, aber eisigem Nordwind. Neben Sonnenschein begleiteten uns bisher Regen- und Graupelschauer auf unserer Tour durch Norwegen, die wie erwartet wesentlich gebirgiger ausfällt als unsere Strecke Wien-Dänemark. Da wir Asphaltstraßen möglichst vermeiden wollen, sammeln wir schnell unsere Höhenmeter. Durch moosgrüne Wälder, Sumpf und entlang von Flüssen oder Seen radeln wir bergauf bergab langsam Richtung Norden. Hier wird unser Körper schon wesentlich mehr gefordert. Damit wir auf unserer Norge på langs Strecke nicht das Rückgrat verlieren, darf eine Ausgleichsbewegung zum Sitzen auf unseren Drahteseln nicht fehlen. Wie hier am Fluss Otra am Weg von Kile nach Evje.

Eine wichtige Lendenwirbelsäulen-Übung, die der langen Sitzposition auf dem Rad entgegenwirken soll. Legen Sie sich auf den Bauch. Positionieren Sie Ihre Hände direkt unter den Schultergelenken und drücken Sie sich mit der Armkraft hoch. Das Becken soll immer am Boden liegen bleiben. Wenn Sie nicht so hoch kommen können, lassen Sie die Ellbogengelenke ein bisschen gebeugt. Bleiben Sie eine Sekunde in der oberen Position und dann senken Sie den Oberkörper wieder ab indem Sie die Arme beugen. Wiederholen Sie die Übung 10 Mal und üben Sie in großer Achtsamkeit langsam und mit Bedacht.

 

4- Dänemark in Ruhe durchquert

Von Sylt aus überquerten wir nicht nur den 55. Breitengrad sondern auch mit der Fähre die Grenze zu Dänemark. Nordwärts ging es auf der Vestkystruten entlang der Nordseeküste. Eine landschaftlich abwechlsungsreiche und eher ebene Strecke durch Föhren- und Mischwälder, durch Dünenlandschaften, vorbei an blühenden Rapsfeldern und sogar am Strand entlang führte uns durch Dänemark. Hier erreichen wir nach einem Gesamtkilometerstand von 2348km Hirtshals unser Endziel in Dänemark von wo aus wir nun mit der Fähre nach Norwegen übersetzen. Bisher war uns das Wetter wohlgesonnen und auch unsere Körper scheinen mit der täglichen Bewegung zufrieden zu sein. Natürlich zwickt es hie und da einmal hier und einmal dort aber Schmerzen in diesem Sinne oder dass uns der Popo vom vielen radln wehtut, das blieb uns glücklicherweise bisher erspart. Ich hoffe doch das bleibt so, aber ich denke nach mehr als 2000km sind wir für die nun bevorstehende eher bergigere Tour durch Norwegen gut aufgewärmt. Es hat sich bezahlt gemacht hin und wieder einen Gang hinunter zu schalten und den Augenblick einfach zu genießen und zu entspannen!

Meditation entspannt Körper und Geist.

3- An der Nordsee angelangt

Wir haben die Saale bis zu ihrer Mündung in die Elbe begleitet. Die Elbe begleite wir von nun an auf ihrem Weg zur Nordsee. Auch wir wollen diese erreichen. Vorbei am wunderschönen Elbdeichvorland, einem Teil der historischen ehemaligen Westgrenze zwischen DDR und BRD, entzückenden Städtchen und vielen Schafen die für die Funktionstüchtigkeit der Deiche sorgen, sind wir nach 1500km an der Nordsee angelangt. Wir haben auf unserer Fahrt weitere 4 Breitengrade überschritten. Wir kommen also gut nordwärts und damit das so bleibt werden unsere Wadln - stets mit Aussicht- gedehnt wie hier in Hamburg.

Stehen Sie in Schrittstellung, Fußspitzen zeigen nach vorne. Das hintere Bein wird gedehnt indem Sie das Knie gestreckt lassen. Die Belastung aufs vordere Bein schieben bis Sie ein leichtes Ziehen in der Wadenmuskulatur des hinteren Beines merken. Ein paar Sekunden halten und dann wieder auflösen. Üben Sie ein paar Mal hintereinander.

 

2- Von Wien aus 23° Nordwärts

Seit 21.3.2019 sind wir unterwegs auf unserer Radtour 23° Nordwärts in Richtung Nordkap. Das Startdatum war perfekt gewählt und die Wetterbedingungen waren ideal: Sonnenschein und Rückenwind- das ist nicht zu übertreffen. Daher ging es zügig am Donauradweg entlang bis Wörth an der Donau. Dort verließen wir die Donau in Richtung Norden. Nicht nur unsere Reiserichtung änderte sich, sondern auch das Wetter und die Windrichtung. Von Sonnenschein über Regen und bis Schneegestöber war alles dabei und vom eher ebenen Donauradweg ging es über die ersten Berge des Oberen Bayrischen Waldes in die Oberpfalz. Nach knappen 700km haben wir den Saaleradweg erreicht und bereits 2 Breitengrade Richtung Norden überschritten- fehlen also nur noch 21° Nordwärts.
Damit auch weiterhin alles rund läuft, dehnen wir bei so mancher Gelegenheit, wie hier in Schwarzenbach an der Saale, unsere Oberschenkel. Die müssen ja noch so einiges leisten....

Achten Sie bei der Dehnung des vorderen Oberschenkelmuskels (Musculus Quadriceps) auf eine aufgerichtete Wirbelsäule. Halten Sie die Dehnung einige Sekunden und wiederholen Sie die Prozedur ein paar Mal. Bitte nicht in eine zu große Hohlkreuzposition kippen - spannen Sie die Bauchmuskeln an um zu widerlagern.

 

1- Vorbereitungen

Vor der Tour werden alle Gelenk-Ketten noch einmal sorgfältig zentrierend behandelt.

Hier: die Hüfte

Nun kann dem Abenteuer nichts mehr im Wege stehen.

Am 21.März soll es los gehen.