Gut zentriert im Sport

Im Sport wirken durchschnittlich höhere Belastungen auf unseren Körper. Umso wichtiger ist es, dabei auf zentrierte Gelenke zu achten, da dies folgende Vorteile bringt:

  • gleichmäßigere Belastung der Gelenksflächen  
  • geringere Spitzenbelastungen 
  • geringere Knorpelabnützung 
  • ausgeglichene Gelenkskapselspannung 
  • bessere Propriozeption/Koordination 
  • effektiveres Anspannen der Muskulatur 
  • und dadurch Minimierung des Verletzungsrisikos und Überlastungserscheinungen von Muskeln, Sehnen und Bändern.

Optimale Ergebnisse werden in Kombination mit einer effektiven Trainingsplanung und den passenden zentrierenden Übungen erreicht.

"Durch Entklemmen, Zentrieren und Reaxieren werden diese physiologischen Rhythmen wiederhergestellt und dem Gelenk eine Intensitätsverminderung gewisser lokaler Belastungskräfte verschafft." [Raymond Sohier in "Das analytische Konzept" 1991, S.54]

 

 

SPORT – ABER GUT ZENTRIERT
Ein Plädoyer für den respektvollen Umgang mit dem Körper

Der menschliche Körper – eine Meisterleistung der Natur -  ist für Bewegung konzipiert.
Die Gelenke, die Muskeln, die Knochen, die Bänder und Sehnen, selbst die Organe sind so ausgeklügelt beschaffen und angeordnet, dass der Körper großen mechanischen Belastungen gewachsen ist… vorausgesetzt alle beteiligten Strukturen funktionieren optimal abgestimmt aufeinander.
Damit aber die Muskulatur, die Sehnen, die Bänder und die Gelenkskapseln bestmöglich arbeiten können und im Training einen optimalen Aufbau erfahren, ist eine perfekte Einstellung der Gelenke notwendig – die Biomechanik muss hundertprozentig passen. „Die Biomechanik ist nicht die Bewegung als solche, aber umfasst die grundlegenden Bedingungen die zu ihrer Ausführung nötig sind.“ [Raymond Sohier]. 
Die Biomechanik ist also die Voraussetzung für Bewegung!

Die Gelenke haben vor allem die Aufgabe die Druckübertragung in größtem Maße zu gewährleisten. Ist allerdings ein Gelenk dezentriert (verschoben, verklemmt, verdreht) vermindert sich die Druckübertragungsfläche. Nun muss der gleiche Druck über weniger Fläche übertragen werden. Es kommt zu Spitzenbelastungen auf einer kleinen Fläche, die unter Umständen dafür nicht geschaffen ist – die Folge sind:
  • Überlastungen des Knorpelgewebes an dieser Stelle
    (Gelenksabnützungen in weiterer Folge)
  • Überlastungen bestimmter Gelenkskapselanteile (Gelenksentzündungen)
  • Überlastungen der dazugehörigen Muskulatur (Anfälligkeit auf Fasereinrisse, Muskelkrämpfe)
  • Überlastungen der Sehnen (Sehnenansatzproblematiken, Schleimbeutelentzündungen)
  • mangelhafte Koordination (Stolpern, Stürzen, Umknöcheln).
Um alle diese Folgen zu vermeiden, ist es sinnvoll, sich gut um eine bestmögliche biomechanische Situation seiner Gelenke und einen guten Trainingszustand der Muskulatur zu kümmern.